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Grußwort von Prof. Dr. Hansjörg Küster

Präsident des Niedersächsischen Heimatbundes, anlässlich des Festaktes zum 210. Geburtstag der Naturhistorischen Gesellschaft Hannover am 13.12.2007

Aus: Bericht der Naturhistorischen Gesellschaft Hannover, 149, Hannover 2007, S. 119–120.

210 Jahre Naturhistorische Gesellschaft Hannover – das ist für einen Verein, der sich um die Verbreitung naturkundlicher Kenntnisse bemüht, ein ganz besonderes Jubiläum. Hervorgehoben sei nicht nur das stolze Alter der Gesellschaft, sondern auch eine naturwissenschaftliche Tatsache: die Zahl 210 ist das Produkt aller einstelligen Primzahlen: 2, 3, 5 und 7. Zu diesem Jubiläum gratuliere ich im Namen des Niedersächsischen Heimatbundes ganz besonders herzlich.

Der Niedersächsische Heimatbund ist sehr froh, dass er sich als Dachverband vieler Vereine, Kommunen und wissenschaftlicher Einrichtungen in Niedersachsen auch für ein Anliegen der Naturhistorischen Gesellschaft und ein Anliegen des Niedersächsischen Landesmuseums Hannover einsetzen konnte, das von der Naturhistorischen Gesellschaft gefördert wird. Das Zusammenwirken von Naturhistorischer Gesellschaft, Landesmuseum und Heimatbund kann deutlich machen, welche Aufgaben der Niedersächsische Heimatbund unter anderem übernimmt, und natürlich freue ich mich, dass mir Gelegenheit gegeben wird, Ihnen dieses zu erläutern.

Das Landesmuseum erhielt eine umfangreiche Schenkung, die aus ungefähr 4700 Kleinbilddias von sämtlichen Naturdenkmalen Niedersachsens besteht. Die Bilder stammen von Harald Kröber, einem ehemaligen Mitarbeiter der Fachbehörde für Naturschutz in Niedersachsen. Diese Bilder müssen nun digitalisiert und in eine Datenbank aufgenommen werden. Die einmal fotografierten und dann nun bald in eine Datenbank aufgenommenen Naturdenkmale müssen in absehbarer Zeit wieder aufgesucht werden. Dabei ist zu registrieren, wie sie sich in der Zwischenzeit verändert haben.

Die Arbeiten sollen überwiegend im Landesmuseum durchgeführt werden, der Antrag lief über die Geschäftsstelle des Niedersächsischen Heimatbundes an die BINGO!-Umweltlotterie. 50% der Mittel für das Projekt wurden von der BINGO!-Umweltlotterie bewilligt. Aber diese Förderung ist nur dann möglich, wenn ein Eigenanteil von 50% von anderer Seite aufgebracht wird. Das Landesmuseum hat einen großen Anteil der Eigenmittel bereitgestellt, Mitarbeiter des Niedersächsischen Heimatbundes leisten ebenfalls einen Beitrag zu den Arbeiten des Projektes. Dennoch bestand eine Finanzierungslücke: Die zusätzlichen Mittel, die notwendig sind, um das gesamte Projekt zu finanzieren, werden nun von der Naturhistorischen Gesellschaft übernommen. Anlässlich ihres Jubiläums übergibt sie eine Spende an das Landesmuseum, der Einrichtung, die von der Gesellschaft vor allem gefördert wird.

Der Niedersächsische Heimatbund kann sich rühmen, die Akteure miteinander in Kontakt gebracht zu haben, Förderer und Geldgeber, Besitzer der wertvollen Fotosammlung, Akteure, die bereit sind, die mühevollen Aufgaben zu übernehmen. Der Niedersächsische Heimatbund leistet diese Vermittlungsarbeit gerne, und er wünscht ganz herzlich alles Gute zu einem – wie gesagt – sehr besonderen Jubiläum.

 

 

 

Hansjörg Küster